Ayurveda intensiv
Ayurveda, Indien, Kerala
Heidi Glemnitz berichtet über ihr Leben in Kerala,
vom Alltag in Indien und über Ayurveda
 

Heidi am 27. August 2010:

Ein gesundes Agni – sehr wichtig für die Verdauung

Wie ein Nahrungsmittel oder eine Speise verwertet und verdaut wird, hängt von

den individuellen Fähigkeiten und Kraft unseres Stoffwechsel- und Verdauungssystems ab.

In der ayurvedischen Medizin spielt die Verdauungskraft eine wichtige Rolle.

Die ayurvedische Bezeichnung dafür ist Agni -
dies bedeutet Feuer, Verdauungsfeuer.

Schlechte Verdauung macht krank

Ein gesundes  Agni zeichnet sich durch zwei- bis dreimal
täglichen guten Hunger und eine regelmäßige Verdauung aus.

Ist das Agni geschwächt oder gestört, wird die Nahrung
nicht vollständig verdaut und absorbiert.
Dann bleiben Gift- und Abfallstoffe, Schlacken (genannt „ama“)
im Körper zurück.
Als Folge entstehen Verdauungsstörungen und Krankheiten.

Die Kraft des Agni wird durch vielerlei Faktoren beeinflusst wie
Qualität, Menge und Art der Nahrungsmittel,
körperliche und geistige Aktivitäten,
Klima und Jahreszeit, Tageszeit und Lebensalter,
Schlaf, Stress und natürlich der Grundkonstitution.
Auch auf der seelischen Ebene könnten durch “unverdaute”
Ereignisse und Probleme Ama entstehen.

Ausgleich durch die Nahrung

Das Hauptziel der Ayurveda-Küche ist es, solches Essen
zuzubereiten, das leicht und problemlos verdaut werden kann.
Das richtet sich nach der jeweiligen körperlichen Konstitution
und der derzeitigen Dosha-Verteilung des Einzelnen.

Ein  wichtiges ayurvedisches Grundprinzip ist es,
durch das Essen die Doshas im Gleichgewicht zu halten
oder auszugleichen.

Zum Beispiel benötigt ein Vata-betonter Konstitutionstyp
(Elemente Äther, Luft) zum Ausgleich die
Elemente Feuer, Erde und Wasser, also warm, schwer und befeuchtend.




Heidi am 26. August 2010:

Onam – das große Fest in Kerala

Onam ist das bedeutendste und größte Fest in Kerala.
(vergleichbar mit dem Weihnachtsfest der Christen)
Ursprünglich war es in erster Linie ein Erntedankfest.
Die Natur zeigt sich in ihrem Festtagskleid in glänzendem Grün,
reich an Früchten und Blumen.
Die Reisfelder wiegen sich in reifem Goldschimmer.
Das Wetter ist sonnig und warm.
Onam wird zu Beginn des ersten Monats = Chingam
des Malayalam-Kalenders, gefeiert.
Da er ein Mondkalender ist, verändern sich
die Zeiten und entsprechen in etwa Ende August/Anfang September
im Gregorianischen Kalender und Bhadrapada, dem Hindu-Kalender.
Diese Fest wird von allen Keraliten in der ganzen Welt gefeiert,
unabhängig von Gesellschaftsschicht, Kaste oder Religion. Den ganzen Beitrag lesen »

Heidi am 16. Juni 2010:

Behandlung versus Wellness

Im traditionellen Ayurveda muss man von Behandlung sprechen – nicht von Kur im westlichen Sinn –> in der man einige Massagen, Anwendungen  ect. erhält und dann den Tag nach eigenem Belieben gestalten kann)

Eine traditionelle Ayurveda-”Kur” erfordet  vielmehr die  Beachtung eines vorgeschriebenen Ablaufes und gewissen Regeln, die sich über die Jahrtausende bewährt haben.

Im traditionellen Ayurveda gliedert sich eine Behandlung in drei Abschnitte:
1. Vorbereitung
2. Behandlung
3. Stabilisierung

In der Regel  werden 7 Tage für einen Behandlungsabschnitt vorgesehen.
Wenn wenig Zeit zur Verfügung steht, sind es 5 Tage, bei mehr Zeit können
es 9 oder   2 x 7 = 14 Tage sein.
Also IMMER eine ungerade Zahl !
Im Anschluss an einen Behandlungsabschnitt folgt ein Reinigungs/Ausleitungstag
(Nicht Ruhetag!!)
die eigentliche Behandlung und zum Abschluß die Stabilisierungsphase.
D.h. es gibt drei Behandlungsabschnitte, die zeitlich in einem gewissen Verhältnis stehen.

Als Beispiel:
Vorbereitung 7 Tage — dann 1 Reinigungstag/ Ausleitungstag
Behandlung  7 Tage — wieder 1 Reinigungstag
Stabilisierung 7 Tage — zum Abschluß Reinigungstag
D.h. 3 x 7 Tage sind 21 Tage, plus 3 Reinigungs/Ausleitungstage
ergibt 24 Tage Gesamtzeit für ein durchschnittliche Behandlung.

In unserem Haus werden Behandlungen IMMER durchgehend angewendet.
D.h. es gibt keine Wochenend- oder Sonntagspause ect.
Wie in der Webseite geschrieben, ist bei chronischen Erkrankungen
oder starken Beschwerden eine längere Behandlungszeit nötig,
um den Organismus reinigen, umstimmen und ausgleichen zu können.
Dazu  müssen Behandlungsabschnitte wiederholt oder verlängert werden,
in denen dann meist auch verschiedene  Behandlungen angewendet werden,
um eine optimalen Erfolg erreichen zu können.
(in den Berichten wird mehrfach darauf hingewiesen)
Entweder werden dann 32 Tage oder 42 Tage vorgesehen (im traditionellen Ayurveda wird großer Wert auf die “Qualität” der Zahlen gelegt, die sich auch in der Anzahl der Tage niederschlägt.)
Nur sehr ungern wird deshalb von der o.g. Anzahl von Tagen abgewichen.
Für “Westler” ist es oft schwierig,  diese Denkweise zu verstehen.
Die jahrtausende alte Tradition und die daraus entstandene Erfahrung bestätigt wohl die Bedeutung und Richtigkeit dieser Vorgehensweise.
Wir wissen natürlich, dass  die Urlaubstage oft begrenzt sind und deshalb
Kompromisse nötig sind.
Bei starken Beschwerden ist es wünschenswert – und im eigenen gesundheitlichen Interesse, wenn eine Kur nach 6 Monaten oder einem Jahr wiederholt wird.

Zutaten für den Ayurveda-Tee, der den Stoffwechsel anregt und immer zur Verfügung steht.

Entscheidend für den Behandlungserfolg sind die ayurvedischen Medikament,
die ganz individuell verordnet werden.

Natürlich ist in unserem Haus auch eine sog. Wellness-Behandlung möglich.
Der bekommt Gast dann entspannende Massage und nach Wunsch den Stirnölguss (Shirodhara).

siehe Bericht: ” Etwas Echtes, das mein Herz beflügelt: Wellness im Haus Arnika”

Heidi am 26. März 2010:

Kurkuma

Wissenschaftliche Name Curcuma longa
Verwendeter Pfanzenteil: Rhizom
Das Gewürz hat auch den Beinamen Indischer Safran erhalten – dennoch ist es kein Ersatz
für Safran (Crocus sativus L.)
Tumerik und Gelbwurzpulver sind weitere Namen

Heilwirkung

Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion.
Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Pigmente, allen voran Curcumin, haben u.a.
krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen.
Kurkuma regt die Produktion von Gallensaft an – unterstützt somit die Fettverdauung.
Druck- und Völlegefühl nach fettreichen, „schweren“ Mahlzeiten
werden so geringer.
Die ätherischen Öle des Gewürzes wirken zudem beruhigend und krampflösend auf die Muskulatur
von Magen und Darm. Blähbauch oder Unwohlsein verschwinden.
Kurkuma unterstützt auch die Eiweißverdauung und fördert ganz
allgemein den Stoffwechsel.
Zudem wirkt Kurkuma immunstimulierend, entzündungshemmend
und cholesterinsenkend.
Kurkuma (Gelbwurz) ist ein sehr gutes, natürliches Antibiotikum mit blutreinigender Wirkung.
Reinigt auch die Kanäle des subtilen Körpers.
Curcumin hemmt die Synthese der entzündungsauslösenden Prostaglandinen, dadurch bewirkt es eine
Verbesserungen von Gelenkschwellung und Morgensteifigkeit der Gelenke.
Fördert die Elastizität der Bänder. Den ganzen Beitrag lesen »

Heidi am 12. März 2010:

Goldenes Yantrabild + Bockwurst

Vor kurzem kaufte ich ein schönes, goldfarbenes Yantrabild  in einem Tempelgeschäft.

Das Shri Yantra ist ein geometrisches Kraftdiagramm
Yantras siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Yantra

Beim Auspacken konnte ich garnicht recht glauben, was ich sah:
Die Rückseite des Bildes war aus Dosenblech hergestellt … aus einer
Bockwurstdose aus Deutschland

Hier die Rückseite Frontalansicht.
Ein beeindruckendes Beispiel, wie Recycling in die sog. Dritte Welt funktioniert.

Heidi am 23. Februar 2010:

Toxine belasten Körper und Geist

Wir stehen in ständiger Wechselwirkung mit unserer Umwelt. So nehmen wir Toxine aus der Nahrung und der Atemluft auf und schleusen sie in unsere Zellen. Oder aber wir verarbeiten die aufgenommene Nahrung nicht vollständig,
so dass auch aus diesem Grund unverdaute Rückstände in unsere Gewebe
und Zellen gelangen. Auch negative Stimmungen und
emotionale Belastungen erzeugen Toxine, bzw. Ama.
Diese Ablagerungen (Ama)  behindern die gesunden Stoffwechselvorgänge, behindern die Versorgung der Zellen mit den notwendigen Nährstoffen, die sie für eine gesunde Funktion benötigen und beeinträchtigen dadurch die normale Funktionstüchtigkeit unserer Organe. Diese Ablagerungen sind in Kombination mit einem Ungleichgewicht der Doshas für die Entstehung fast aller Krankheiten mitverantwortlich.