Heidi am 26. März 2010
Kurkuma
Wissenschaftliche Name Curcuma longa
Verwendeter Pfanzenteil: Rhizom
Das Gewürz hat auch den Beinamen Indischer Safran erhalten – dennoch ist es kein Ersatz
für Safran (Crocus sativus L.)
Tumerik und Gelbwurzpulver sind weitere Namen
Heilwirkung
Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion.
Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Pigmente, allen voran Curcumin, haben u.a.
krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen.
Kurkuma regt die Produktion von Gallensaft an – unterstützt somit die Fettverdauung.
Druck- und Völlegefühl nach fettreichen, „schweren“ Mahlzeiten
werden so geringer.
Die ätherischen Öle des Gewürzes wirken zudem beruhigend und krampflösend auf die Muskulatur
von Magen und Darm. Blähbauch oder Unwohlsein verschwinden.
Kurkuma unterstützt auch die Eiweißverdauung und fördert ganz
allgemein den Stoffwechsel.
Zudem wirkt Kurkuma immunstimulierend, entzündungshemmend
und cholesterinsenkend.
Kurkuma (Gelbwurz) ist ein sehr gutes, natürliches Antibiotikum mit blutreinigender Wirkung.
Reinigt auch die Kanäle des subtilen Körpers.
Curcumin hemmt die Synthese der entzündungsauslösenden Prostaglandinen, dadurch bewirkt es eine
Verbesserungen von Gelenkschwellung und Morgensteifigkeit der Gelenke.
Fördert die Elastizität der Bänder.
Als natürliches Antioxidationsmittel verhindert es den Verderb von Lebensmitteln durch Mikroorganismen.
Auch im menschlichen Körper wirkt das Gewürz als Antioxidanz, indem sog. freie Radikale (aggressive Sauerstoffmoleküle) neutralisiert werden.
Äußerlich kann Gelbwurz mit Honig gemischt als Paste auf Verstauchungen, Prellungen und
Zerrungen aufgetragen werden..
Als Gesichtsmaske (mit Milch angerührt) beruhigt es die Haut, reduziert Rötungen.
Frische Kurkumawurzeln werden hier zerrieben für eine Gesichts-Maske
Curcumin hat keinerlei bekannte Nebenwirkungen. Selbst bei hohen Dosierungen
wie 8-10 Gramm Gewürz pro Tag (entspricht 200 Gramm Kurkumawurzel) wurden keinerlei negative Auswirkungen beobachtet -
wie auch der jahrtausendelange, intensive Gebrauch des Gewürzes in Indien bestätigt.
In Indien wird Kurkuma seit Jahrtausenden verwendet.
Die Pflanze galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen.
In der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda wird es zu den „heißen“ Gewürzen gerechnet, denen eine reinigende und energiespendende Wirkung zugesprochen wird.
Heute ist Indien das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte.
Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien,
z. B. in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet.
In der westlichen Küche spielt Kurkuma (leider) eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa Teigwaren.
Kurkuma sollte dunkel gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter.
Kurkuma ist wesentlicher Bestandteil von Currypulver und gibt diesem die gelbe Farbe.
Kurkuma ist wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelb färbende Safran.
Die Pflanze gehört zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceaen) und ist überall im tropischen Südostasien zuhause. Der obere Teil der Pflanze wächst schilfartig, die Blätter sind hellgrün und können bis zu einem Meter lang werden. Die Blüten können weisslich, gelblich oder rosa erscheinen. Das Kraut ist als Gewürz unrelevant, wichtig ist das Rhizom (ausdauernder Wurzelstock, der Nährstoffe speichert) der mehrjährigen Pflanze,
die stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische Rhizome ausbildet, die an den Enden Knollen entwickeln.
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter.
Die Rhizome werden getrocknet und zu Pulver vermahlen.








Am 27. Juli 2011 um 20:58 Uhr
angeblich soll Kurkuma auch bei Arteriosklerose hilfreich sein.
Können Sie das bestätigen.
Am 12. August 2011 um 03:24 Uhr
Es wäre sicher etwas vermessen, Kurkuma allein als “Medikament” bei Arteriosklerose anzuwenden.
Wie im Artikel angeführt, hat Kurkuma eine reinigende Wirkung. Daraus schließe ich, dass es immer hilfreich ist.
Ich weiß, dass in sehr vielen ayurvedischen Medikamente Kurkuma enthalten ist – weil es eine so große Wirkbreite hat.
Genaueres werde ich unseren Arzt fragen, wenn ich ab September wieder in Kerala bin.
Auf jeden Fall ist es immer gut, Kurkuma häufiger zu verwenden. In Indien ist es ja fast in jedem Gericht enthalten und ja auch Hauptbestandteil vieler Gewürzmischungen (Massalas)
Am 29. Oktober 2011 um 03:14 Uhr
Auf der suche nach Fotos über Kurkuma, speziell über Anbau und Verarbeitung, bin ich auf Ihre Homepage gestossen. Ist es möglich das eine Foto über das Mahlen von Kurkuma für eine Ausstellung über Gewürze im Tropenhaus Wolhusen zu bekommen?
Mit freundlichen Grüssen
Andi Rieser
Am 29. Oktober 2011 um 03:15 Uhr
Oder auch dasjenige mit den getrockneten Kurkumawurzeln?