Ayurveda intensiv
Ayurveda, Indien, Kerala
Heidi Glemnitz berichtet über ihr Leben in Kerala,
vom Alltag in Indien und über Ayurveda
 

Artikel vom Juni 2010

Heidi am 16. Juni 2010

Behandlung versus Wellness

Im traditionellen Ayurveda muss man von Behandlung sprechen – nicht von Kur im westlichen Sinn –> in der man einige Massagen, Anwendungen  ect. erhält und dann den Tag nach eigenem Belieben gestalten kann)

Eine traditionelle Ayurveda-”Kur” erfordet  vielmehr die  Beachtung eines vorgeschriebenen Ablaufes und gewissen Regeln, die sich über die
Jahrtausende bewährt haben.

Im traditionellen Ayurveda gliedert sich eine Behandlung in drei Abschnitte:
1. Vorbereitung
2. Behandlung
3. Stabilisierung

In der Regel  werden 7 Tage für einen Behandlungsabschnitt vorgesehen.
Wenn wenig Zeit zur Verfügung steht, sind es 5 Tage, bei mehr Zeit können
es 9 oder   2 x 7 = 14 Tage sein.
Also IMMER eine ungerade Zahl !
Im Anschluss an einen Behandlungsabschnitt folgt ein Reinigungs/Ausleitungstag
(Nicht Ruhetag!!)
D.h. es gibt drei Behandlungsabschnitte, die zeitlich in einem gewissen Verhältnis stehen.

Als Beispiel:
Vorbereitung 7 Tage — dann 1 Reinigungstag/ Ausleitungstag
Behandlung  7 Tage — wieder 1 Reinigungstag
Stabilisierung 7 Tage — zum Abschluß Reinigungstag
D.h. 3 x 7 Tage sind 21 Tage, plus 3 Reinigungs/Ausleitungstage
ergibt 24 Tage Gesamtzeit für ein durchschnittliche Behandlung.

In unserem Haus werden Behandlungen IMMER durchgehend angewendet.
D.h. es gibt keine Wochenend- oder Sonntagspause ect.
Wie in der Webseite geschrieben, ist bei chronischen Erkrankungen
oder starken Beschwerden eine längere Behandlungszeit nötig,
um den Organismus reinigen, umstimmen und ausgleichen zu können.
Dazu  müssen Behandlungsabschnitte wiederholt oder verlängert werden,
in denen dann meist auch verschiedene  Behandlungen angewendet werden,
um eine optimalen Erfolg erreichen zu können.
(in den Berichten wird mehrfach darauf hingewiesen)
Entweder werden dann 32 Tage oder 42 Tage vorgesehen (im traditionellen Ayurveda wird großer Wert auf die “Qualität” der Zahlen gelegt, die sich auch in der Anzahl der Tage niederschlägt.)
Nur sehr ungern wird deshalb von der o.g. Anzahl von Tagen abgewichen.
Für “Westler” ist es oft schwierig,  diese Denkweise zu verstehen.
Die jahrtausende alte Tradition und die daraus entstandene Erfahrung bestätigt
wohl die Bedeutung und Richtigkeit dieser Vorgehensweise.
Wir wissen natürlich, dass  die Urlaubstage oft begrenzt sind und deshalb
Kompromisse nötig sind.
Bei starken Beschwerden ist es wünschenswert – und im eigenen gesundheitlichen Interesse, wenn eine Kur nach 6 Monaten oder einem Jahr wiederholt wird.

Zutaten für den Ayurveda-Tee, der den Stoffwechsel anregt und immer zur Verfügung steht.

Entscheidend für den Behandlungserfolg sind die ayurvedischen Medikament,
die ganz individuell verordnet werden.

Natürlich ist in unserem Haus auch eine sog. Wellness-Behandlung möglich.
Der bekommt Gast dann entspannende Massage und nach Wunsch den Stirnölguss (Shirodhara).

siehe Bericht: ” Etwas Echtes, das mein Herz beflügelt: Wellness im Haus Arnika”