Heidi am 27. August 2010
| Wie ein Nahrungsmittel oder eine Speise verwertet und verdaut wird, hängt von
den individuellen Fähigkeiten und Kraft unseres Stoffwechsel- und Verdauungssystems ab.
In der ayurvedischen Medizin spielt die Verdauungskraft eine wichtige Rolle.
Die ayurvedische Bezeichnung dafür ist Agni -
dies bedeutet Feuer, Verdauungsfeuer.
Schlechte Verdauung macht krank
Ein gesundes Agni zeichnet sich durch zwei- bis dreimal
täglichen guten Hunger und eine regelmäßige Verdauung aus.
Ist das Agni geschwächt oder gestört, wird die Nahrung
nicht vollständig verdaut und absorbiert.
Dann bleiben Gift- und Abfallstoffe, Schlacken (genannt „ama“)
im Körper zurück.
Als Folge entstehen Verdauungsstörungen und Krankheiten.
Die Kraft des Agni wird durch vielerlei Faktoren beeinflusst wie
Qualität, Menge und Art der Nahrungsmittel,
körperliche und geistige Aktivitäten,
Klima und Jahreszeit, Tageszeit und Lebensalter,
Schlaf, Stress und natürlich der Grundkonstitution.
Auch auf der seelischen Ebene könnten durch “unverdaute”
Ereignisse und Probleme Ama entstehen.
Ausgleich durch die Nahrung
Das Hauptziel der Ayurveda-Küche ist es, solches Essen
zuzubereiten, das leicht und problemlos verdaut werden kann.
Das richtet sich nach der jeweiligen körperlichen Konstitution
und der derzeitigen Dosha-Verteilung des Einzelnen.
Ein wichtiges ayurvedisches Grundprinzip ist es,
durch das Essen die Doshas im Gleichgewicht zu halten
oder auszugleichen.
Zum Beispiel benötigt ein Vata-betonter Konstitutionstyp
(Elemente Äther, Luft) zum Ausgleich die
Elemente Feuer, Erde und Wasser, also warm, schwer und befeuchtend.

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