Ayurveda intensiv
Ayurveda, Indien, Kerala
Heidi Glemnitz berichtet über ihr Leben in Kerala,
vom Alltag in Indien und über Ayurveda
 

14. Oktober 2011

Dhara – die Kunst des Gusses

Ayurveda hat eine sehr wichtige Behandlungsweise – das sind Güsse mit
Kräuterölen oder anderen Flüssigkeiten. dhara –> heißt fließen
Die Flüssigkeit wird über Körperteile oder auch den ganzen Körper gegeben.

Einer der bekanntesten Behandlungen ist

Shirodhara   – der Stirnölguß


Bei dem Stirnölguß werden verschiedene  hochwertiges Kräuteröle (Thaila)
verwendet, ja nach Symptomen
Ein warmer Ölstrahl wird über die Stirn geführt.

Dabei werden die drei Haupt-Nadis stimuliert, die auf der Stirn zusammenlaufen.


Dadurch wird ein tiefer Entspannungszustand erreicht.
Der Shirodhara wird im Liegen durchgeführt.
Besonders empfohlene Thaila für Stirnölgüsse heißen Kshirabala Thaila und
Bhringamalakkadi Thaila
,  hergestellt nach traditionellen Rezepten

Dieser Ölguss auf die Stirn beruhigt das gesamte zentrale Nervensystem.
Für viele Patienten ist er ein besonderes Erlebnis innerer Ruhe, Harmonie und Losgelöstsein.
Angewendet wird das Shirodhara vor allem bei neurovegetativen Störungen und
Erschöpfungszuständen  -  meist im letzten Drittel der Behandlungszeit .

Im Ayurveda wird der Kopf als Tor des Himmels bezeichnet.
Eine Behandlung des Kopfes öffnet dieses innere Tor und lässt uns
die Geschenke des Himmels empfangen.

Der Shirodhara wirkt

äußerst beruhigend und zugleich vitalisierende Wirkung auf das vegetative Nervensystem.
Es findet Einsatz bei chronischen Kopfschmerzen, Schmerzsyndromen, Schlafstörungen, Stress- und Burnout-Syndromen,
Depressionen, sowie zahlreichen weiteren
psychosomatischen Erkrankungen und sogar Hauterkrankungen.

Diese Jahrtausende alte indische Methode bringt Körper und Seele in einen
Zustand tiefer Zufriedenheit und Entspannung.
Geist und Sinne werden in Einklang mit Ihrem Körper gebracht.

20. März 2011

Ankommen ist etwas schwer

Ich habe es ein wenig schwer, wieder hier anzukommen,
im Kopf aber auch im Körper.
Sagt dem Arzt, er hat ganz genau richtige Medizin mitgegeben,
ich habe seitdem nur einen ganz kleinen Herpes gehabt, fast ein Wunder!!!

Aber ich spüre ganz deutlich, dass ich ganz viel  AMA losgeworden bin!
Es geht mir ansonsten sehr gut!
Dass es ein wenig Geduld braucht, haben mir ja viele schon beschrieben.

Ich denke ganz sehr an Euch. Grüßt Tara!
Euer Haus ist ein kleines Paradies. Der Frühling hat heute hier einen ersten Versuch gemacht. Aber es ist noch kalt, ich laufe mit Felljacke herum…
Die Japankrise berührt mich unendlich sehr.
Und auch das Libanon-desaster. Weiss garnicht, ob man einfach so
weiterleben kann und soll, was zu tun ist……
Im Fernsehen selbst Sendungen über die Zeit “nach der Existenz der Menschen”.

Was für ein Luxus, mitten im “Weltuntergang” so eine
wundervolle  Erfahrung von Panchakarma zu erleben…..

Ich grüße unbekannterweise alle zukünftigen Gäste und wünsche allen
so viel Erholung, wie ich sie fand…..

Seid aufs innigste umarmt von Eurer

A….…    25.1. – 27.2. 2011

7. Februar 2011

Guten Abend und gute Nacht!

Nach Ayurveda wird die Nacht  durch ein mildes Abendessen günstig vorbereitet.
Es empfiehlt sich, mindestens zwei Stunden vor Zubettgehen nichts mehr zu essen.
Somit kann die Nahrung noch gut verdaut werden, und wir haben
genug Energie für einen erholsamen Schlaf.
Je später wir ins Bett gehen, umso ungünstiger beeinflusst Pitta unseren Schlaf.
Ab 22.00 Uhr können sich durch das ansteigende Feuer noch einmal Hunger
melden oder sonstige Gelüste oder Anspannungen.

Spätestens ab 22.30 Uhr sollten sich Körper und Geist im tieferen Ruhezustand befinden, damit sich das Verdauungsfeuer ins Körpergewebe zurückziehen kann und dort für die essentielle Zellregenerierung und -reinigung sorgt.
Zu spätes Aufbleiben und nächtliche Essorgien stören diesen Vorgang und führen längerfristig zur Verschlackung und Energielosigkeit.
Rechtzeitiges Zubettgehen erleichtert das Einschlafen, optimiert die Regenerierung,
und das Aufwachen erweist sich als Erfahrung des sich
„vollständig Erholt-fühlens“.

Ein beruhigender Kräutertee, ein besänftigendes Bad oder
eine Fußmassage mit Sesamöl
sind ayurvedische Rezepte für einen guten Schlaf.
Entspannungsmusik und beruhigende Düfte wie Sandelholz, Jasmin oder Lavendel bewirken ebenfalls eine gute Erdung.

Eine kleine abendliche Meditation rundet den Tag noch einmal ganzheitlich ab.

31. Oktober 2010

Ein weiser Mensch läßt Umsicht walten

Folgender Artikel ist ein einem Ayurveda-Buch von Dr. Vinod Verma abgedruckt,
den Charaka im 6. Jh. vr. Chr. schrieb :

Wenn wir nach ayurvedischen Hinweisen unsere Lebensführung und unser Essen  gestalten, könnnen wir bis ins hohe Alter
so einen beweglichen Körper haben, wie die Tänzerin auf diesem Bild  -:)

10. Oktober 2010

Abhyanga, die ayurvedische Ölmassage

Der Ayurveda Ölmassage Abhyanga werden viele positive Wirkungen zugeschrieben.
Die Ölmassage öffnet nach der ayurvedischen Lehre die Srotas, das sind
die Kanäle, mit denen das Ama abtransportiert wird.
Ama ist Unverdautes („Schlacken“)
und Ursache von Krankheiten.
Auf diese Weise wirkt die Ölmassage gesundheitsfördernd.

Es gibt auch „seelisches Ama“ – Unverdautes im seelischen Bereich

(was wir leider viel zu wenig beachten). D.h. dass auch Stress, Ärger,
Ängste, Spannung usw. Ama erzeugen, was sich als reale Ablagerung
im Körper zeigt.

Die Abhyanga hilft auch dieses seelisch Unverdaute abzutransportieren.
Vielleicht ist man desshalb nach einer Ölmassage oft so heiter und gelassen.

Hier eine Liste, was von der Abhyanga nach der traditionellen Erkenntnis
erwartet werden kann.
Und eine Zusatzbeschreibung mit anderen Worten und Aspekten.

Traditionelle Erkenntnis (nach Astanga Hrdaya,
einem Ayurveda-Klassiker aus dem 7.Jh.)

Die Abhyanga

  • nimmt die Müdigkeit und kräftigt den Körper
  • reinigt und festigt das Gewebe;
  • erhöht die Muskelspannkraft und die Körperkraft
  • vermindert Muskel- und Gelenkschmerzen und machtdie Gelenke geschmeidig
  • verbessert den Blutkreislauf und schafft eine Empfindung derLeichtigkeit im Körper;
  • reinigt die Haut und verbessert ihren Teint und ihre Struktur
  • stärkt gegen Hautinfektionen
  • hat eine stärkende Wirkung auf das Nerven system
  • verbessert das Sehvermögen
  • verbessert den Schlaf, bekämpft Schlaflosigkeit
  • erhöht den Schutz gegen Wunden und Verletzungen und gibtdem Körper Kraft zu schneller Heilung
  • erhöht die Immunabwehr des Körpers und des Geistes gegenrankheit und Schmerz
  • schafft Selbstbewußtsein und verbessert die Willenskraft;
  • verlangsamt den Alterungsprozeß und verjüngt das frühzeitig gealterte Gewebe

Außerdem

  • verbesserte Wahrnehmung des Körpers als Ganzes
  • verbessertes Empfinden der Körpersymmetrie (rechts,links)
    und Ausgleich jeder Einseitigkeit
  • Entdeckung und Wahrnehmung der eigenen Körperstrukturen (Anatomie)
  • Entdeckung und Entspannung von größeren und
    kleineren Verspannungen aller Art
  • Entdeckung der besonderen Kraft durch Aktivierung der verborgenen
    oder vernachlässigten  Emotionen.
  • Wärme, Angenommensein und ein Gefühl wie „in Abrahams Schoss“

Die Abhyanga „fügt viele Jahre zum Leben hinzu und viel Leben zu den Jahren“ (ayu kara)…

2. Oktober 2010

Der Sinn von Ayurveda

Der Sinn von Ayurveda ist es uns zu lehren, wie unser Leben beeinflußt, geformt. erweitert und schließlich gesteuert werden kann, ohne dass es dem störenden Einfluß von Krankheit unterworfen ist.
Ayurveda handelt vom Naheliegenden, dem Gleichklang von Geist und Körper durch ein universelles Konzept, um die angeborene Kombination der Doshas
ins Gleichgewicht zu bringen  – eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit.

Ayurveda stellt eine einzigartige Quelle dar, ein System, das eine unerlässliche Grundlage zur Erlangung unseres Gleichgewichtes bildet, durch  physikalische  Kräuter/Öl- Anwendungen, durch über Jahrhunderte erprobte Kräutermedikamente, kombiniert mit richtiger Ernährung und den entsprechenden Lebensgewohnheiten