Ayurveda intensiv
Ayurveda, Indien, Kerala
Heidi Glemnitz berichtet über ihr Leben in Kerala,
vom Alltag in Indien und über Ayurveda
 

Gast am 20. März 2011:

Ankommen ist etwas schwer

Ich habe es ein wenig schwer, wieder hier anzukommen,
im Kopf aber auch im Körper.
Sagt dem Arzt, er hat ganz genau richtige Medizin mitgegeben,
ich habe seitdem nur einen ganz kleinen Herpes gehabt, fast ein Wunder!!!

Aber ich spüre ganz deutlich, dass ich ganz viel  AMA losgeworden bin!
Es geht mir ansonsten sehr gut!
Dass es ein wenig Geduld braucht, haben mir ja viele schon beschrieben.

Ich denke ganz sehr an Euch. Grüßt Tara!
Euer Haus ist ein kleines Paradies. Der Frühling hat heute hier einen ersten Versuch gemacht. Aber es ist noch kalt, ich laufe mit Felljacke herum…
Die Japankrise berührt mich unendlich sehr.
Und auch das Libanon-desaster. Weiss garnicht, ob man einfach so
weiterleben kann und soll, was zu tun ist……
Im Fernsehen selbst Sendungen über die Zeit “nach der Existenz der Menschen”.

Was für ein Luxus, mitten im “Weltuntergang” so eine
wundervolle  Erfahrung von Panchakarma zu erleben…..

Ich grüße unbekannterweise alle zukünftigen Gäste und wünsche allen
so viel Erholung, wie ich sie fand…..

Seid aufs innigste umarmt von Eurer

A….…    25.1. – 27.2. 2011

Gast am 16. März 2011:

Eine Wohltat

Es war eine Wohltat, bei euch zu sein. Nach dem vielen reisen
( bisher  7 Monate um die halbe Welt)
habe ich ein Zuhause gebraucht und bei euch gefunden.
Es war sehr schön, hier auch noch meine Eltern zu treffen und
mit ihnen ihre  letzte Woche bei euch zu genießen.
Ihr wißt, dass ich immer sehr kritisch und zweifelnd bin.
Und so lange ich die statistischen Daten
nicht selbst erhoben habe, glaube ich etwas nicht.
Die Behandlungen hier  haben mir körperlich und geistig so gut getan
dass ich eines besseren belehrt wurde und sicher wiederkommen werde.
Vielen Dank für die wunderbare Zeit und dass ihr mich
auf meinem Lebensweg begleitet.

Danke auch für die Gespräche, Ratschläge und natürlich
die Behandlung bei Biju ( die  werde ich wohl  mein Leben nicht vergessen)

Alles Gute für die Zukunft – bis zum Wiedersehen

M – im März 2011

(Eintrag ins Gästebuch)

Eine besonders nette Idee, Trinkgeld zu überreichen

Heidi am 4. März 2011:

Have you checked your weight?

Immer mehr Menschen sollen/müssen in Kerala ihr Gewicht kontrollieren.
Übergewichtig sind immer mehr zu sehen.

Diese schöne Waage steht in einem  bekannten Labor in Trivandrum

Heidi am 7. Februar 2011:

Guten Abend und gute Nacht!

Nach Ayurveda wird die Nacht  durch ein mildes Abendessen günstig vorbereitet.
Es empfiehlt sich, mindestens zwei Stunden vor Zubettgehen nichts mehr zu essen.
Somit kann die Nahrung noch gut verdaut werden, und wir haben
genug Energie für einen erholsamen Schlaf.
Je später wir ins Bett gehen, umso ungünstiger beeinflusst Pitta unseren Schlaf.
Ab 22.00 Uhr können sich durch das ansteigende Feuer noch einmal Hunger
melden oder sonstige Gelüste oder Anspannungen.

Spätestens ab 22.30 Uhr sollten sich Körper und Geist im tieferen Ruhezustand befinden, damit sich das Verdauungsfeuer ins Körpergewebe zurückziehen kann und dort für die essentielle Zellregenerierung und -reinigung sorgt.
Zu spätes Aufbleiben und nächtliche Essorgien stören diesen Vorgang und führen längerfristig zur Verschlackung und Energielosigkeit.
Rechtzeitiges Zubettgehen erleichtert das Einschlafen, optimiert die Regenerierung,
und das Aufwachen erweist sich als Erfahrung des sich
„vollständig Erholt-fühlens“.

Ein beruhigender Kräutertee, ein besänftigendes Bad oder
eine Fußmassage mit Sesamöl
sind ayurvedische Rezepte für einen guten Schlaf.
Entspannungsmusik und beruhigende Düfte wie Sandelholz, Jasmin oder Lavendel bewirken ebenfalls eine gute Erdung.

Eine kleine abendliche Meditation rundet den Tag noch einmal ganzheitlich ab.

Heidi am 19. Januar 2011:

Thaipusam [Thai Poosam].

Das Fest Thaipusam [Thai Poosam] wird am Vollmond im Januar/Februar gefeiert, wenn der Stern Poosam am höchsten steht.
Wie bei allen religiösen Festen in Indien gibt es auch bei diesem mehrere Legenden.

In einer wird berichtet, dass die himmlischen Devas immer wieder mit
den dämonischen Asuras kämpften, jedoch immer unterlagen.

In ihrer Verzweiflung wendeten sie sich an den Gott Lord Shiva  mit der Bitte,
ihnen Unterstützung zu gewähren.
Shiva erfüllte ihren Wunsch durch die Erschaffung des mächtigen,
göttlichen Kriegers Murugan.

Dieser übernahm die Kontrolle über die himmlischen Kräfte und besiegte
die Asuras.

Zur Verehrung dieses götttlichen Kriegers Murugan stechen sich in Indien/Kerala
Männer Metallstäbe oder -hacken durch Wangen, bzw. Haut.

Eisenstangen – größere und kleinere – werden durch die Wangen gebohrt

Ein geschmücktes Wägelchen wird mit Haken in der Haut gezogen

Ganz martialisch: An großen Haken aufgehängt, lassen sich die Männer stundenlang
in einer Prozession fahren.

Feuer als Vorbereitung zum Feuerlaufen

Großes Feuer als Vorbereitung zum Feuerlaufen

Heidi am 9. Januar 2011:

Asafoetida oder Stinkasant oder Hing

wissenschaftlicher Name: Ferula asafoetida

Verwendete Pflanzenteile: Ist ein Harz, das von der Wurzel einer ca 4 m hohen krautigen Pflanze  abgesondert wird.

Asafoetida ist ein starkes verdauungsförderndes Mittel,
besonders  bei Magen- und Darmträgheit,
sehr gut  zusammen mit Ingwer, Kardamom und Steinsalz

Macht Speisen leichter verdaulich, vor allem Linsen- und Bohnengerichte.

Reinigt die Darmflora

Ist wohl das wirksamste Mittel, um das Verdauungsfeuer (Agni) anzuregen.

Kann Ablagerungen im Dickdarm beseitigen.

Asafoetida wirkt blähungswidrig, lindert Krämpfe und Schmerzen im Darmbereich.

Es baut zu hohes Vata ab.

Asafoetida hat einen sehr starken Geruch (à Stinkasant) deshalb in einem
luftdichten Behälter aufbewahren.

Verdauungsfördernder Trunk ¼ Std. vor dem Essen:

1 Glas Wasser , eine Msp. Asafoetida, ein kleines Stück frischer Ingwer fein gerieben,
etwas Steinsalz

Energetische Wirkung: scharf und erhitzend